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Zur Baugeschichte:
Die Entwürfe für die Sophienstädter Kirche erstellte der Berliner Architekt Georg Büttner (1858 bis 1914), der als ein Hauptvertreter kirchlichen Bauens in Berlin und der Mark Brandenburg zu Beginn unseres Jahrhunderts gilt. Er war als preußischer Baubeamter mit staatlichen Bauausführungen betraut. Seit 1906 wirkte er außerdem als Leiter des kirchlichen Bauamts des Königlichen Konsistoriums der Provinz Brandenburg. Georg Büttner entwarf neben Gemeinde und Pfarrhäusern auch Kapellen, vor allem aber ca. zwanzig Kirchen, von denen die meisten bis heute gut erhalten geblieben sind. Zu jenen gehört auch die Sophienstädter Dorfkirche, die in den Jahren 1913/14 erbaut worden ist. Sie "bietet im Grundriß mit rechteckigem Gemeinderaum, Altarraumapsis, vorgelagertem Turm und kleinen Funktionsräumen ein Idealbeispiel für viele Büttner,Kirchen. Der schlichte und gefällige Ziegelrohbau weist in dem neobarocken geschweiften Turmdach und der spitzbogigen Blendnische am Turmschaft zwei markante Stitzitate auf. Das weitgehend original erhaltene Innere mit kassettierter Tonnendecke zeichnet sich wie in Werbellin durch eine einheitliche Ausstattung aus. Auch hier spielt die Farbe, vor allem in Form von Ornamenten (Akanthusranken), Bibelsprüchen sowie in den Glasfenstern eine wichtige Rolle."

Zur Ausstattung:
Die gesamte Ausstattung stammt aus der Gründungszeit der Kirche. Auf dem Altar in der Apsis steht ein hölzernes Kruzifix. Der Altar hat seitlich (rechts und links) hölzerne Schranken. In den beiden Fenstern der Apsis befinden sich Glasmalereien. Das linke zeigt die Kreuzigung Jesu, das rechte "Maria mit Kind". Das linke Fenster stammt aus der Glasmalerei Georg Engel und wurde im Jahre 1994 von der Berliner Glasmalerei Schölzel & Walter rekonstruiert. Das rechte Fenster schuf im Jahre 1995 die Zepernicker Glasgestalterin Annelie Grund. Links vor dem Apsisbogen steht die hölzerne, polygone Kanzel. Sie ist etwas erhöht und ihre Brüstungsfelder sind bemalt. Rechts vom Altar befindet sich die sechsseitige, hölzerne Taufe. Der Schaft der Taufe ist von acht Säulchen umgeben.
Die pneumatische Orgel auf der Westempore wurde vom Eberswalder Orgelbaumeister Karl Gerbig (Nachfolger von A. Kienschero im Jahre 1914 geschaffen. Sie hat zwei Marmale, Pedal und elf Register.


Nach Absprache kann die Kirche gerne jederzeit besichtigt werden.

Letzte Änderung am: 20.12.2018