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Hitze

Die Hitze in den vergangenen Wochen war an manchen Tagen unerträglich. Nur das Baden im Schwärzesee hat mir Abkühlung  verschafft. Jeden Morgen habe ich die Wassersprenger angestellt, damit die Pflanzen nicht verdursten. Noch gibt der Brunnen Wasser. Aber wie lange noch?

Andere müssen zusehen wie alles vertrocknet. Die Ernteverluste in der Landwirtschaft sind extrem hoch. Die Wetternachrichten sprechen von schönem Wetter. Ich kann an der sengenden Sonne nichts Schönes finden. Regen wäre ein Segen (vielleicht hat es ja inzwischen geregnet, wenn der Artikel erscheint). Auf einem Gärtner-T-Shirt habe ich gelesen „Sonne ist gut, Regen ist besser“. Da hat er recht.

Ja, der Klimawandel ist in vollem Gange. Es wird wärmer werden, nicht nur in Nordosten Brandenburgs sondern weltweit. Die Gletscherschmelze und das tauende Arktiseis sind dafür ein klares Indiz. „Wir sind selber schuld“ sage ich hin und wieder und ernte oft irritierende Blicke. Wir schöpfen aus dem Vollen obwohl die Vorräte unsere Erde immer geringer werden und die Ozonschicht immer dünner. Die Folgen haben nicht nur wir sondern vor allem unsere Kinder und Enkel zu tragen.

Umdenken ist dringend nötig, damit wir nicht mehr auf Kosten der Natur leben. Das ist mühsam aber notwendig. Wir sind nicht die Herren der Schöpfung sondern Teil der Schöpfung. Wir haben nicht alles im Griff. Wir sind auf die Lebenskraft Gottes angewiesen. Er hat unser Leben anders gewollt. Er will, dass wir unsere Erde – seine Schöpfung – bewahren. Wenn wir das nicht tun, schaufeln wir uns unser eigenes Grab. Es gibt jede Menge zu tun. Die Umweltschutzorganisationen machen es vor. Im Kleinen können wir das auch tun, jeder an seinem Ort. Das wäre schon ganz viel. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer mit Sonne und auch genügend Regen.

Martin Appel, Pfarrer im Ruhestand aus Finow

RSSPrint

Letzte Änderung am: 10.07.2018