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Selig, die Frieden stiften

Nach Frieden sehnen wir uns alle. Im Augenblick bedroht uns nicht nur das Virus in den verschiedenen Mutationen, sondern der Unfrieden in der Gesellschaft, bis in die Kirchengemeinden und Familien hinein. Die Einen sind geimpft. Sie können die Nicht-Geimpften nicht verstehen, weshalb sie nicht sich selbst und andere schützen. Die Anderen, Nicht-Geimpften, fühlen sich unter Druck gesetzt und ausgegrenzt. Einige propagieren lautstark ihre Meinung und schrecken auch vor Gewaltanwendung nicht zurück. Das Problem ist, dass viele verlernt haben, einander zuzuhören und Respekt zu haben vor der Meinung des Anderen.  

Nach Frieden sehnen wir uns auch angesichts der Krisenherde in der Welt und dem Terrorismus. Wir sehnen uns nach Frieden in den Familien. Kinder sehnen sich danach, dass Vater und Mutter sich wieder versöhnen, wenn sie sich gestritten haben. Schüler sehnen sich nach einer friedvollen Atmosphäre im Klassenraum, damit sie gut lernen können. Erwachsene sehnen sich nach Frieden am Arbeitsplatz. 

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Selig sind die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Frieden stiften, wie kann das gehen? Mir fällt dazu ein: Das Gespräch suchen, miteinander reden und nicht übereinander, versuchen zu verstehen, in die Schuhe des Anderen steigen, argumentieren und debattieren, aber ohne Hass, Kompromisse finden, aushalten, wenn ich die anderen von meiner Meinung nicht überzeugen kann, einander wertschätzen. Und Gott um Frieden bitten. 

Erinnern Sie sich noch? Gebete und Kerzen und friedliche Demonstrationen mit Plakaten mit der Aufschrift „Keine Gewalt“ haben 1989 zur Wende beigetragen. Wenn wir zusammenstehen, einander unterstützen, werden wir auch die Krise der Pandemie überwinden.

Brunhilde Börner, Oberin i. R, im Missionshaus Malche, Bad Freienwalde, Religionslehrerin an der Grundschule Falkenberg

Letzte Änderung am: 21.01.2022