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Der Heilige Christophorus

Wussten Sie schon, dass der 24. Juli der „Tag der Freude“ ist? Und das seit 1981? Wikipedia gibt diese Auskunft, ohne einen Hinweis, wem oder was wir diesen Tag zu verdanken haben. Er scheint auch nicht besonders bekannt zu sein. Ich habe jedenfalls das erste Mal davon gelesen, als ich diesen Beitrag geschrieben habe.

Nachgeforscht habe ich, weil dieser Tag auch für die katholischen Leute in unserer Gegend ein besonderer Tag ist. Wir feiern mit einem Festgottesdienst in Bernau die Gründung der neuen Großpfarrei „Hl. Christophorus Barnim“. Sie erstreckt sich von Berlin-Buch bis an die Oder. Weite Wege und Unterwegssein gehören dazu. Das war ein Grund, um in der Vorbereitungsphase der Neugründung bei der Suche nach einem Namensgeber den Hl. Christophorus auszuwählen.

Dieser sympathische Heilige ist bekannt als Beschützer der Reisenden. Dargestellt wird er als hünenhafter Mann, der mit einem Wanderstab in der Hand ein kleines Kind auf den Schultern durch Wasser trägt. Allerdings, das muss man ehrlicherweise sagen, ist er historisch ziemlich schwer zu fassen. Es gibt Spuren seiner Verehrung, die bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen und es gibt eine Legende, die sein Leben beschreibt. Dort ist von einem überaus großen und starken Mann die Rede, der sich etwas auf seine Stärke einbildete. Er wollte nur einem Stärkeren dienen und so machte er sich auf die Suche. Auf dieser fand er eine wichtige Aufgabe. Er trug Kinder, Alte und Schwache huckepack durch einen Fluss, weil es da keine Brücke gab und das Durchwaten des Flusses durchaus gefährlich war.

Eines Tages trug er ein kleines Kind durch die Fluten, das aber immer schwerer wurde, je weiter er in den Fluss ging. Christophorus fragte das Kind, was das denn sei, wieso es immer schwerer zu tragen war. Das Kind outete sich als Christus. Nun hatte Christophorus einen Stärkeren gefunden und folgte ihm. So bekam er auch seinen Namen Christophorus – Christusträger. Und was kann uns die Geschichte lehren? Wer sich mit seinen Fähigkeiten und Kräften für andere einsetzt, der kann Gott begegnen. Sehr sympathisch!

Bernhard Kohnke, Pfarrer der katholischen Pfarrei Hl. Christophorus Barnim und der Gemeinde St. Peter und Paul

Letzte Änderung am: 24.07.2021